Freitag, 1. Mai 2015

Ich verstehe es nicht, also habe ich es akzeptiert.

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Jetzt bin ich schon so lange auf der Welt und doch habe ich es noch nicht verstanden. Wieso Menschen so sind. Oft lese ich unter uns Mädels: "Wieso sind Männer so?", aber es ist nicht so, dass ich das andere Geschlecht nicht verstehe. Ich verstehe sie alle nicht. Du brauchst, du musst, wieso tust du nicht? Mach es doch so, wieso hast du nicht, aber du solltest doch. Ich versteh es nicht. Ich verstehe nicht, wieso sich Menschen ungefragt in Angelegenheiten anderer einmischen müssen und warum Menschen so viel Energie dahinein stecken, sich über Probleme anderer aufzuregen, ohne wirklich was zu wissen. Wie sie boshaft urteilen können, ohne kurz zu reflektieren und wie sie so viel Hass in sich tragen können. Ich verstehe nicht, wieso sich Menschen anrempeln müssen, wenn Platz für eine ganze Schulklasse ist und warum sie fremde Menschen öffentlich dumm von der Seite anmachen müssen, weil ihnen nicht passt, wie diese aussehen. Ich verstehe auch nicht, wie Menschen den Entschluss fassen können, den bisher engen Kontakt zu Freunden aufgrund von selbst ernannten Nichtigkeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Ich verstehe nicht, wieso sich Menschen so unglaublich gerne feiern, aber anderen nichts gönnen. Ich verstehe nicht, warum Menschen nicht über ihren Schatten springen und miteinander sprechen, wenn sie etwas bedrückt. Ich verstehe so vieles einfach nicht. 
Wieder sitze ich bei ihr im Wohnzimmer auf dem Sofa. Ihre Stirn legt sich in Falten, kurz ist Stille eingekehrt. "Wie kann man so sein? Ich verstehe es nicht!" Sie schaut mich empört an, doch ich kann nichts darauf antworten. Zwischenmenschliche Beziehungen und Begegnungen sind manchmal so extrem anstrengend, vor allem, wenn man selbst investiert und nichts zurückkommt. Wenn man selbst versucht, es besser zu machen, der Funke aber nicht überspringt, sondern unentdeckt erlischt. Wenn ein ernst gemeintes Lächeln mit abweisendem Blick quittiert wird. "Ganz ehrlich? Ich verstehe es nicht." Also habe ich es akzeptiert. Auch wenn ich nicht weiß, ob das richtig ist.
[Hier meiner Stimme lauschen]
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Donnerstag, 30. April 2015

Auf dem Feld. [Unicup]

_DSC07368_870Action auf dem Feld und Action am Rand, weil ich mich das erste Mal in der Sportfotografie probieren wollte. Mit Fußball habe ich an sich nicht sonderlich viel am Hut, aber wenn man die Spieler kennt und eh zum Anfeuern kommt ... die Gelegenheit war einfach perfekt. Schnelle Pässe, noch schnellere Beine und ich irgendwo am Rand, fest entschlossen, die Stimmung gut einzufangen. Das Wetter war gnädig und die Spieler fotogen. Außerdem war da noch so ein hübscher Hund (und das sage ich als Katzenfan) Doch schaut selbst. [Cliffhanger, hehe.]

Dienstag, 28. April 2015

Das verlassene Dorf II

_IMG_6120_870Da es bereits "Das verlassene Dorf I" gab, darf natürlich der zweite Teil nicht fehlen. Wir versuchten, die gespenstische Stimmung der verlassenen Gemäuer festzuhalten. Zwar handelt es sich bei diesem Gelände nicht wirklich um einen "Lost Place", denn hier hat nie jemand gelebt, dennoch hatten wir den Eindruck, dass jederzeit jemand um die Ecke kommen könnte, der hier ursprünglich hingehört. Und unser Herz blieb stehen als plötzlich zwei Wanderer vor uns standen und uns fast entdeckten ...