Sonntag, 19. Oktober 2014

Warum man Menschen zurücklassen muss. [Sonntagspost]


"Hast du's schon gehört? Sie fanden dich komplett daneben. Langweilig und nervig." Ich blicke von meinem Teller auf. Mir gegenüber sitzt das Mädchen, das in unserer großen Clique den Dreh- und Angelpunkt darstellt, wenn es um die neuesten Geschichten geht. Bei ihr trifft all der Frust der Einzelnen zusammen, sie ist Kummerkasten und neutraler Beobachter zugleich. Und noch eines ist sie: so ziemlich meine beste Freundin. Wir sitzen mal wieder beim gemeinsamen Frühstück. Dieses Mal bin also ich dran. Natürlich will ich wissen, worum es geht. "Na, weil du auf dem Festival kaum Alkohol getrunken hast. Langweilig fanden sie das." Ich muss lachen. Und kann gar nicht damit aufhören. Diese Tatsache hat die Mädchen anscheinend so sehr beschäftigt, dass sie es noch drei Monate später auf einer Geburtstagsfeier erzählen müssen. Um eigentlich was genau zu erreichen?
Denn ich bin weder getroffen noch enttäuscht, ich bin fasziniert. Fasziniert davon, worüber sich andere Leute definieren. Und was ihnen Grund gibt, über andere vermeintlich schlecht zu sprechen. Dass ich kaum Alkohol trinke, scheint immer wieder ein großes Problem darzustellen - für die anderen. Tatsächlich habe ich mir die Frage gestellt: 'Bin ich langweilig?' Was bedeutet langweilig? Ohne Abwechslung, ereignisloseinschläfernd. Wieder musste ich lachen und strich diese dumme Frage wieder aus meinem Gedächtnis. Im Grunde tu ich nur das, worauf ich Lust habe. Das bedeutet eben, dass ich von Hochzeit zu Hochzeit springe, um schöne Fotos zu machen, dass ich am Fernsehset mithelfe, Blogposts schreibe, viele Konzerte besuche, viel unterwegs bin und einfach Spaß habe. Offensichtlich definiert "langweilig" jeder komplett anders.
Im Grunde mag ich dieses "Hintenrum" nicht. Aber es gibt Menschen, die sagen es dir nicht ins Gesicht. Da ist es gut, wenn du jemanden kennst, der dir das erzählen kann.
Ich weiß jetzt, dass ich mit diesen Menschen nirgends mehr hingehe.


Don't let idiots ruin your day.

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Freitag, 17. Oktober 2014

Es ist gepackt, doch ich fahre nicht weg.

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Ich packe meinen Koffer. Aber ich fahre nicht weg. Dieses Mal nicht. Dieses Mal stecken in diesem Koffer keine Klamotten, keine Schuhe, sondern: eine Menge neuer Ideen. Also zerrte ich L. von ihrer Hausarbeit weg und wir fuhren an den Hafen. Auf einer der berühmten Tourihafenrundfahrten entdeckte ich vor ein paar Wochen ein wunderschönes Gebäude. Das war unser Ziel. Wir packten unsere Vintagekoffer (von Flohmarkt und Sperrmüll) ein und blieben bis zum Sonnenuntergang. Meine "Outfitfotos" sind nur am Rande entstanden. Seid gespannt, was die kommenden Tage auf dem Blog landet. Bis dahin halte ich euch nach wie vor immer auf instagram auf dem Laufenden. 
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Ein interessantes Outfit, was meint ihr? Auf den ersten Blick ganz süß, aber auf den zweiten passt so gar nichts mehr zusammen. Der Hut? Der Schal? Diese Jacke? Ach Kinners, im Ernst - mir ist's egal :)