Mittwoch, 1. Juli 2015

Donnerstag, 25. Juni 2015

Sonntag, 21. Juni 2015

Welche Frage mich zur Zeit am meisten beschäftigt.

undwasjetzt
Ich hatte den Sonntagspost für heute schon halb getippt, kam dann nicht weiter, verließ für knapp 24 Stunden das Bundesland, wollte heute weitertippen und erkannte: ich kann so nicht anknüpfen. Eigentlich stand bereits der Text darüber, wie unsicher meine/unsere aktuelle Lebensphase ist. Denn das Studium neigt sich dem Ende, wir müssen uns plötzlich wieder Gedanken über die Zukunft machen, haben aber Angst uns falsch zu entscheiden. Permanent. Wir stehen also vor der Frage "Und was jetzt?"

Wisst ihr, mir kommt es als wäre es gestern gewesen, dass wir mit bestandenem Abitur aus der Schule spazierten - ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht volljährig - und vom Leben träumten, das wir haben werden, wenn wir nach ein paar Wochen "ich hab mir jetzt verdient zu chillen" ganz unbeholfen in die Universität und die ersten Vorlesungen stolpern. Das erste Mal alleine wohnen, eine fremde Stadt erkunden, neue Leute kennen lernen! Wie spannend das alles war! Wir haben uns zum ersten Mal was Eigenes aufgebaut. Und das fühlt sich bis heute richtig gut an. Umso wehmütiger werde ich deshalb, wenn ich daran denke, dass bald alles vorbei sein wird. "Das klingt ja total pessimistisch. Stell' dich nicht so an!" möchte ich mir da manchmal selbst sagen, wenn ich wieder in die alte Leier verfalle. Aber es ist einfach Fakt. So sehr ich meine Studentenstadt auch liebe, ich werde nicht hierbleiben. Und alles, was kommt, ist noch ungewiss.

Hier herrscht gerade Aufbruchsstimmung. Um mich herum werden alle vor mir fertig, bewerben sich, verzweifeln oder hadern. Nur die wenigsten haben einen Plan. Ob der dann klappt, ist aber ja auch noch ungewiss. Ich wollte also eigentlich darüber schreiben, wie sehr wir im Moment in der Luft hängen und wie schwer es ist, wenn man unbedingt die richtige Entscheidung treffen will, ohne zu wissen, welche überhaupt die richtige ist. Was sich an meinem Vorhaben geändert hat? Ich kam mal raus aus meinem Trott, fuhr zweieinhalb Stunden raus aus meinem Leben, betrachtete es aus gewisser Distanz, fuhr anschließend wieder zweieinhalb Stunden zurück und war wieder drin in meinem Leben. Jetzt erscheint mir alles ganz anders. Ich will nicht sagen, jetzt sei alles leichter - denn das wäre gelogen - und ich kann auch gar nicht sagen, woher das auf einmal kam, aber mir ist mein Prinzip von früher (mit dem ich immer gut gefahren bin) wieder bewusst geworden:
Solange wir das tun, worauf wir Lust haben und was sich richtig anfühlt, können wir keine falschen Entscheidungen treffen. Das Leben ist keine Einbahnstraße, man kann immer nochmal wenden. Eigentlich muss man nur mutig genug sein und zu sich selbst stehen - dann wird das schon. Vermutlich stempeln es manche als übertriebenen Optimismus ab. Aber neben all der Unsicherheit weiß ich: egal was dann kommt, es wird etwas kommen und daraus kann ich was machen.

[Hierbei handelt es sich um einen Eintrag in mein persönliches 'Denkarium'. Meine Gedanken müssen zwischenzeitlich zwischengelagert werden. Das war heute der Fall. Mein Kopf ist nun wieder frei und bereit für Lernstoff für zwei eventuell zukunftsentscheidende Prüfungsleistungen. Peace out.]
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